• Vom Eigenmietwert bis zum Einbruchdiebstahl

Vom Eigenmietwert bis zum Einbruchdiebstahl

15.05.2019

Generalversammlung des Hauseigentümerverbandes Chur Regio im Hotel Marsöl in Chur.

Volles Haus an der HEV Chur Generalversammlung im Hotel Marsöl in Chur. Präsidentin Angela Casanova hiess rund 350 Mitglieder und Gäste willkommen. Eingangs ging sie auf einige für Grund- und Hauseigentümer relevante Themen ein, so beispielsweise auf das Raumplanungsgesetz und das Energiegesetz. Mit dem in die Vernehmlassung geschickten Entwurf des kantonalen Energiegesetzes war der HEV Graubünden nicht einverstanden. Wenn die Anregungen nicht in den neuen Entwurf aufgenommen würden, müsse gemäss Casanova der HEV Graubünden das Referendum ergreifen. Die statutarischen Traktanden wurden im Schnellzugstempo und ohne Wortmeldungen erledigt, so dass man rasch zu den Gastreferaten übergehen konnte. Den Abschluss bildete die obligate Churer Fleischtorte.

Der Eigenmietwert wird abgeschafft
Ständerat Martin Schmid meinte als Gastreferent einleitend: «So nah an der Abschaffung des Eigenmietwertes waren wir noch nie». Obwohl die Abschaffung des Eigenmietwertes schon mehrmals gescheitert ist, hat der Ständerat einen weiteren Versuch unternommen. Schmid erläuterte den noch unter seinem Präsidium von der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) erarbeiteten Vorschlag für einen Systemwechsel beim Eigenmietwert. Die Grundidee: Der Eigenmietwert für selbstbewohntes Wohneigentum wird abgeschafft. Im Gegenzug fallen auch die Abzüge weg. Die Vernehmlassung wurde am 12. Juli 2019 abgeschlossen. Das Parlament wird das Geschäft im Jahr 2020 beraten. Inkrafttreten ist wegen der Übergangsmodalitäten frühestens der 1. Januar 2023.

«Weniger Brechstange – mehr Internet», dies eine der interessanten Aussagen von René Schuhmacher, Chef Kriminalprävention bei der Kantonspolizei Graubünden. In den letzten Jahren haben die Einbrüche und die Einschleichdiebstähle stetig abgenommen. Im Jahr 2018 waren es noch 753 Einbrüche. Hingegen nimmt die Cyberkriminalität stark zu – so Schuhmacher. Beratung: Fachstelle Prävention der Kantonspolizei Graubünden, 0800 80 30 50 oder E-Mail an: vtl_praevention@kapo.gr.ch